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Mein Erfahrungsbericht zum Eurotek Pro LTE

Offizielles Forum von Teknetics für Deutschland, Österreich, Schweiz.

Beitragvon devaiting » So 29. Mär 2015, 00:52

Jetzt ist es reichlich 3 Monate her, dass ich meinen EuroTek PRO in Empfang nehmen durfte und möchte nun meine Eindrücke und Erfahrungen mit euch teilen. Vielleicht trifft der ein oder andere so seine Kaufentscheidung leichter. Falls ich noch etwas vergessen habe, ergänze ich das Später noch.
Ich war vor Jahren schonmal auf der Suche nach einem Detektor für den Hobbyeinstieg, allerdings haben mich Erfahrungsberichte zu den damals aktuellen Detektoren abgeschreckt. Noch einschüchternder waren die Preise, ab der "gute" Geräte empfohlen wurden.
Umso erstaunter war ich gewesen, dass es scheinbar einen Detektor gab, der sehr viele positive Kritiken, aber auch einen bezahlbaren Preis besaß.
Zugegeben, der EuroTek PRO Preis von 250 EUR wäre damals mein Limit gewesen, heute läge das etwas höher, trotzdem habe ich mich wegen der vielen positiven Kritiken zunächst für diesen Detektor entschieden, mit der Option später mehr zu investieren.

Kaum bestellt, war der Detektor 2 Tage später auch schon zuhause, er kam an einem Samstag Mittag, ich stand schon hibbelig hinter meiner Tür und wartete auf den Postboten.
Dementsprechend schnell habe ich den Detektor auch aufgebaut, das ging wirklich einfach und selbsterklärend, nur ein kurzer Kontrollblick in die Aufbauanleitung und fertig. Ich finde hier kann man nichts wirklich verkehrt machen .. selbst wenn man die Spule eben verkehrt herum montiert hat, ist das kein Beinbruch sondern einen Sache von Sekunden.

Erster Testlauf
9V Block rein und los gings auf die erste Wiese, Detektor ein! Gleich ins Menü um die Einstellungen anzupassen, sehr viel zum Einstellen gab es dort aber nicht. Das hat mich zunächst sehr skeptisch wirken lassen, da ich lieber zu Ungunsten der Einarbeitungszeit mehr selber einstellen möchte. Mittlerweile muss ich aber sagen, dass ich nicht wirklich Einstellungen vermisse. Man kann die Empfindlichkeit regeln, die Diskrimination und die Lautstärke. Letzteres habe ich zunächst nicht verstanden und musste im Handbuch nachschauen, dort war alles sehr verständlich und einleuchtend beschrieben. Ein großes Plus, so finde ich, gilt der fast seniorengerechten Leitwertanzeige. Bei manchen Detektoren ist das Display scheinbar so voll mit Informationen gefüllt, dass die Leitwertanzeige kaum noch zu erkennen ist, beim EuroTek PRO geht diese fast über das ganze Display. Nur links und rechts sind Batterieanzeige und Tiefe des zu ortenden Objekts zu sehen, wie ich finde auch ausreichend groß.

Gewicht
Zum Gewicht des Detektors kann ich nur sagen: Ich hatte bisher kein Referenzgerät, aber ich denke, das 1060 Gramm mit der ausgelieferten Rundspule wirklich sehr angenehm leicht sind. Ich habe damit 8 Stunden am Stück gesondelt und hatte im Arm keinerlei beschwerden. Etwas komisch finde ich aber, dass das Gestänge aus 3 verschiedenen Materialien besteht, ganz unten Plastik, das mittlere Stück ist scheinbar ein schwarz lackiertes Alurohr(?) und das obere geschwungene Stück ist auch Alu, dafür aber grau und nicht ummantelt. Bestimmt nur eine desgintechnische Entscheidung, zumindest für das mittlere und obere Stück.

Geschwindigkeit
Ich glaube ich habe es bisher noch nicht geschafft, so schnell zu schwenken, das ein Signal liegen blieb. Ich denke, das würde man auch ziemlich schnell im Arm merken. Auch hier habe ich leider keine persönliche Referenz, aber ich finde, der EuroTek PRO ist sehr fix, was die Signalverarbeitung angeht. Die Signaltrennung ist mit einer Rundspule sicher nicht so gut, wie mit einer DD Spule, dafür kann man mit der Rundspule wesentlich besser pinpointen.

Tonausgabe
Kommen wir zu einem etwas unangenehmen Teil des Detektors. Grundsätzlich kann ich sagen, dass die Unterteilung in 3 verschiedene "Tonarten" gut ist. So weiss man direkt, ob ein Signal interessant ist oder nicht. Was allerdings gar nicht geht, ist die mangelhafte Lautstärkeregelung ... die Anpassungsgrade für Eisen und Buntmetalltöne ist zwar gut gemeint, aber selbst in allerkleinster Lautstärkestufe so laut, dass man 50 Meter weiter noch jeden Blick der Parkbesucher auf sich zieht. Abhilfe schafft hier nur ein Kopfhörer oder viel Klebeband auf der Unterseite der Elektronikeinheit. Ich finde, das hätte man besser machen können.

Störungen
Ich durfte es live miterleben, wie der Detektor in der unmittelbaren Nähe eines LTE-Mastens wortwörtlich "am Sender" gedreht hat. Das war aber nur bis ca 300m Luftlinie der Fall ... wenn der Detektor, so wie ich gelesen habe, bis teilweise mehrere Kilometer Probleme gehabt hatte, dann ist das wirklich ein riesen Sprung, den die LTE Version hingelegt hat. Auch in der Nähe von Bahn-Hochspannungsleitungen geht oft nix, zumindest nicht in unmittelbarer Nähe. Ich denke aber, hier haben die meisten Detektoren Probleme. Unter einer riesigen Überlandleitung hatte ich bisher allerdings noch keine Probleme.

Funde
Da ich öfter mit einem Sondelkollegen unterwegs bin, habe ich eine gute Referenz zu einem teureren Detektor. Grundsätzlich kann ich sagen, dass alles was sein Detektor anzeigt, meiner auch anzeigt. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich diese Signale auch gegraben hätte. Filigrane Sachen aber auch dünnes Silber kamen teilweise als unterstes Schrott-Eisen rein, egal in welcher Position oder tiefe es lag. Normale Münzen zieht dieses Teil aber magisch an. Auch die Tiefe ist bei vergleichbaren Spulen bei beiden Geräten gleichwertig gewesen.

Hier nochmal Zusammengefasst
Pro
- sehr preiswertes Gerät
- sehr schnelle Signalverarbeitung
- sehr leicht
- sehr sparsam im Energievebrauch (ich komme mit einem Akku fast 2 volle Sondeltage hin)
- leichte Bedienung
- sehr genaues Pinpointing möglich (mit Standard-Rundspule)

Contra
- Lautstärkeregelung mangelhaft
- kein manueller Bodenabgleich möglich
- feste Suchfrequenz

Fazit
Für diesen Preis bekommt man wirklich ne ganze Menge an Detektor, man sollte sich nicht von der simplen Aufmachung täuschen lassen. Wäre nicht diese endlos laute Tonausgabe, würde ich diesen Detektor nahezu jedem Einsteiger ans Herz legen, so aber leider immer nur mit einem mitgenannten "Aber ...". Ich hatte bisher ne ganze Menge Spaß und gute Funde, darunter auch Goldringe, Silberringe und Münzen. Ich werde mir defintiv irgendwann einen anderen Detektor zulegen, aber dieser muss mich dann schon wirklich überzeugen. Derzeit finde ich nämlich bei teilweise 200-300 EUR teureren Geräten nur marginale Verbesserungen, die es mir einfach nicht Wert sind. Wer mit den kleinen Kinderkrankheiten leben kann ist meiner Meinung nach mit dem EuroTek PRO bestens bedient.

Kritik und Anregungen sind gern erwünscht
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Metalldetektor EuroTek PRO LTE (Werbeeinblendung)


Der Eurotek PRO (LTE) ist ein qualitativ hochwertiger Metalldetektor zu einem fast unschlagbar günstigen Preis. Die Metallsonde verfügt über eine für diese Preisklasse gute Tiefenleistung sowie ausgefeilte Technik zur Erkennung des im Boden befindlichen Objekts. Der schnelle Prozessor ermöglicht eine hohe Signalverarbeitungsgeschwindigkeit und Signaltrennung bei niedrigem Stromverbrauch.

Das neue Eurotek Pro Modell 2014 mit der Zusatzbezeichnung "LTE" hat eine hohe Festigkeit gegenüber der Störstrahlung aus dem im Aufbau befindlichen LTE-Handynetz.

Wissenswert: Eurotek PRO (LTE), das Euro steht für Europa, daher ein europäisches und kein an amerikanischen Münzen ausgerichtetes Leitwertsystem, Tiefenanzeige in Zentimeter anstatt in amerikanischen Inch!

Leistungsdaten:
- Empfindlichkeit und Diskriminator regelbar
- Erkennen des im Boden befindlichen Metalls mit Hilfe von 100 Leitwertnummern im Display
- Die Tiefe eines Objekts wird im Display angezeigt
- 3 Töne zur akustischen Metallunterscheidung
- Ein "Overload" Alarm Ton warnt von großen Metallen in der Nähe der Spule
- Unerwünschte Metalle (z.B. Nägel, Alufolie) kann man im Disc Mode ausblenden
- Moderner Mikroprozessor zur schnellen Signalverarbeitung
- Pinpointmodus zur exakten Lokalisierung der Lage des Objekts im Boden
- Stabiler Handgriff und 3-teiliges verstellbares Gestänge, Gewicht ca. 1,1 Kg
- 20cm Rundspule ermöglicht eine hohe Kleinteileempfindlichkeit bei guter Suchtiefe
- Wasserdichte Spule für die Suche am Strand oder Badesee
- Frequenz 7,8 kHz, dadurch annähernd gleich hohe Empfindlichkeit auf Gold und Silber
- Kopfhöreranschluß (Lautsprecher wird dann automatisch abgeschaltet)
- Batteriezustandsanzeige im Display ständig zu sehen
- Läuft mit den preiswerten 9V Blockbatterien aus dem Discounter (Betriebszeit ca. 20 bis 25 Stunden)

Die bevorzugten Einstellungen lassen sich speichern und sind dann direkt nach dem Einschalten wieder da!




Beitragvon DOC.ATX » So 29. Mär 2015, 09:35

:thanks für den Test :thanks
Ich suche immer nur mit Kopfhörer. Da hört man auch die feinen Signale von tiefen Objekten :popcorn:
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Beitragvon Wallenstein » So 29. Mär 2015, 10:07

Vielen Dank für den ausführlichen Erfahrungsbericht. :thumbup Bezüglich des Kopfhörers kommt es darauf an welchen man verwendet. Ich habe schon welche in Gebrauch gehabt, da war es mir sogar bei voll aufgedrehter Lautstärke gerade so angenehm. Viel leiser hätte es nicht sein dürfen. Die Varianz der Lautstärkewiedergabe bei den einzelnen Kopfhörertypen ist extrem.
Jens Diefenbach
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Beitragvon Grabbel » So 29. Mär 2015, 14:40

Danke dir für deinen ausführlichen Bericht.
Ich möchte jetzt mit dem sondeln anfangen und durch das mitlesen hier hab ich auch den EuroTek PRO im Auge.
Nur das mit der Lautstärke ist doof, reichen denn da ganz normale regelbare Kopfhörer oder brauche ich da was besonderes?
Gruß

Grabbel
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Beitragvon devaiting » So 29. Mär 2015, 15:15

Aaaaalso ... zum Kopfhörer teste ich gerade eine günstige, kabellose Alternative. Mir ists leider nichts mit Kabel im Weg, da würde ich lieber mit voller auf mich gezogener Aufmerksamkeit sondeln gehen ... Es liegt aber auch mit an meinem Grabeverhalten, ich grabe beim ersten Zweifel alles aus, das geht dann Schlag auf Schlag und der Detektor wird dann mehrmals innerhalb ein paar Minuten "ausgeklinkt" ... ein Kabel ist da mehr als ätzend. Ich schreibe in der nächsten Zeit noch einen Beitrag zu ner günstigen kabellos-Kopfhörer-Alternative, die ich gerade teste. Der Nachteil hier ist aber wieder, dass man wieder extra Stromversorgungen braucht ... also ein gutes Ladegerät und vernünftige Akkus sind Pflicht!
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Beitragvon devaiting » So 29. Mär 2015, 15:22

Grabbel hat geschrieben:Danke dir für deinen ausführlichen Bericht.
Ich möchte jetzt mit dem sondeln anfangen und durch das mitlesen hier hab ich auch den EuroTek PRO im Auge.
Nur das mit der Lautstärke ist doof, reichen denn da ganz normale regelbare Kopfhörer oder brauche ich da was besonderes?
Gruß

Grabbel


Also es kommt, wie Wallenstein bereits sagte, sehr stark auf den Kopfhörer an. Ich habe billige geschlossene Sennheiser für 20 EUR, aber auch schon 3 EUR in Ear Kopfhörer gehabt, die waren von der Lautstärke her alle Okay. "Regelbar" ist immer gut, wenn es dir zu laut ist ... lauter kann man das mit normalen (nicht batteriegestützten) Kopfhörern allerdings nicht machen.

Bevor du dir einen regelbaren Kopfhörer kaufst, ist das hier vielleicht eine Alternative

http://www.amazon.de/gp/product/B006HCY ... 525YH7J33W

Kann man immer dazwischen schalten, egal wie der Kopfhörer am Ende ist. Man muss nur schauen, dass man den ordentlich gegen Zug befestigt bekommt, sonst rutschen die Stecker wohl öfter mal aus der Buchse.

Grüße
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Beitragvon Grabbel » Mo 30. Mär 2015, 16:33

Danke dir wegen dem Link und Tipp :thanks :thumbup
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Beitragvon Dark Relic » So 5. Apr 2015, 17:58

Der EuroTek PRO ist ein Muenzsauger :thumbup
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Beitragvon devaiting » So 5. Apr 2015, 18:16

Dark Relic hat geschrieben:Der EuroTek PRO ist ein Muenzsauger :thumbup

Da muss ich dir recht geben ... hier im Osten vor allem das gute Alu-DDR Geld^^bei Silber bin ich mir noch nicht so sicher ... ich müsste erstmal eine finden^^
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Beitragvon Slavko Owl » Do 9. Apr 2015, 09:39

Moin. Und wenn jemand keine Lust auf Kopfhörer hat, einfach
den Lautsprecher mit einem Stück Paketklebeband abkleben und das Gerät hat die perfekte Lautstärke. :thumbup
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