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Wie ist die aktuelle Rechtslage in Polen?

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Beitragvon andymann » Di 28. Nov 2017, 19:50

Suche aktuelle Informationen wie die Rechtslage in Polen ist? Finde keine deutschsprachigen Fundstellen im Netz. Möchte zusammen mit einem polnischen Ortsvorsteher in einem kleinen niederschlesischen Dorf auf sehr eng begrenztem Raum etwas suchen, Kontakt zum örtlichen Bürgermeister ist evtl. auch vorhanden. Möchte einfach vorab wissen, wie die Gesetzeslage in Polen aussieht.
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Beitragvon Steffen » Di 28. Nov 2017, 23:25

Ich wollte das schon immer mal wissen. Man hat ja in Sachen Goldzug einiges erlebt. :D
2018 will ich auf Schatzsucher Treffen in Polen mal schauen.
Bin über meine <----- Webseite, WhatsApp, Handy und Slack erreichbar. Gut Fund Gruß Steffen
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Beitragvon andymann » Mi 13. Dez 2017, 17:41

Dezember 2017: Update

Ich habe nun eine offizielle Antwort. Man muss eine Suchgenehmigung besitzen, ebenso die Zustimmung des Grundstücksbesitzers. Es gibt Genehmigungsauflagen, die zu erfüllen sind. Zuständig ist der Woiwodschafts-Denkmalkonservator im jeweiligen Woiwodschaftsamt.

Eine Suche mit Metallsonde ohne entsprechende Genehmigung wird ab 2018 in Polen als Straftat/Verbrechen geahndet.


Hier bekommt man weitere Informationen: https://www.nid.pl/en
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Beitragvon Olaf » Mi 13. Dez 2017, 23:46

Und vergess die Gastgeschenke nicht. Westpakete sind in Polen nach wie vor beliebt.
Auf dem Nach Hause weg fahren viele Polen nochmal bei uns in Brandenburg in den Lidl oder Aldi, glaub mir unser Kaffee schmeckt besser als der polnische.
Egal ob Knallkops Dröhnung oder Steinmeier Kondomo, bei uns ist keine Sägespäne drin in polne und gleichem Handelsnamen nur mit Füllstoffen.
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Beitragvon Adebar » Do 14. Dez 2017, 09:39

Hallo,

früher war ich sehr häufig in dieser „Ecke“ und ein Freund von mir besucht heute noch 1—2x im Jahr seine Exschwiegereltern dort und nutzt die Zeit auch, mit einen Einheimischen zu sondeln.
Daher kann man es wohl auf Theorie und Praxis in etwa so herunterbrechen:

Rein rechtlich ist es sehr problematisch. Es ist genehmigungspflichtig durch die Woiwodschaft, das stimmt - wurde uns 1999 schriftlich und deutlich mitgeteilt. Auch war die Ausfuhr von Gegenständen (sogar Bücher), die älter sind als 1945 ebenfalls genehmigungspflichtig - EU hin, EU her, sollte man sich beim Grenzübertritt auf Probleme einstellen, auch wenn Kontrollen selten sind.
Dazu kommt, daß es in Polen eine Art Waldpolizei gibt, die sich in erster Instanz um Holzdiebstahl kümmert. Aber als Ausländer von dieser Truppe angetroffen zu werden ist sicher unangenehm.

In der Praxis ist es so, daß es den meisten Einheimischen und auch mehreren Förstern, mit welchen wir sprachen, ziemlich egal ist. Daß es aber auch viele Sondler gibt und Grabungslöcher in den heißen Gebieten häufig zu beobachten sind.
Dadurch bedingt ist es auch nicht mehr so einfach, etwas Brauchbares zu finden, da die interessanten Ecken stärker frequentiert sind oder waren. Viele dort sind arbeitslos, haben Zeit und leben von dem, was sie finden können. Es gibt ja auch mehrere Märkte in Polen, auf welchen Bodenfunde verkauft wurden oder werden. Ich selbst war zweimal auf einem Markt in Beuthen/Oberschlesien, aber in Breslau und in Danzig gab es oder gibt es weitere Märkte. Auch die Internet-Handelsplattform allegro war früher voll davon. Hat man vor Jahren „Nieśmiertelnik“ für Erkennungsmarke, oder „Klamra Wehrmacht“ für Koppelschloß eingegeben, war das Angebot sehr groß. Heute sind dort sogar ganz eindeutige, originale Bodenfunde als „kopia replika“ eingestuft - vermutlich gibt es sonst Probleme.

In den Wäldern hält sich in Polen ansonsten praktisch niemand auf, wenn er dort nichts zu tun hat. Man sieht dort Pilzsammler und Leute die Holz machen, aber es ist kein typisches Naherholungsgebiet, Mountainbiker oder Wanderer etc. haben wir dort nie beobachtet. Heißt: in der Regel ist man dort ungestört. Wenn aber jemand dort unterwegs ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß er offiziell ist und Schwierigkeiten machen kann.

Auf der belgischen Militariabörse in Ciney haben wir schon häufiger Gelegenheit gehabt, mit polnischen Sondlern ins Gespräch zu kommen, viele Osteuropäer haben dort einen Stand.
Der Tenor war in etwa so: es ist sehr gefährlich geworden in den letzten Jahren. Militariasuche ist kritisch, die Suche nach äteren Stücken sogar brandgefährlich. So wurde uns von ein paar jüngeren Sondlern, etwa 4 Mann, berichtet, die dort einen Stand hatten.

Daher mein persönliches Fazit: lieber nicht. Es ist schwer geworden, dort etwas zu finden und das Risiko ist gestiegen, richtige Probleme zu bekommen. Ohne einheimische Hilfsperson, welche die Sprache und Umstände kennt, würde ich‘s nicht wagen wollen.

Grüße,
Dierk

P.S.: Wenn man es nicht lassen kann oder will ist es zumindest sinnvoll, sich im Vorfeld Nachdrucke alter deutscher Karten im Maßstab 1:25000 zu besorgen. Beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie bekommt man nachgedruckte Messtischblätter der ehemaligen Ostgebiete.
Man bekommt vor Ort keine brauchbaren, polnischen Karten, in diesem Maßstab schon garnicht. Und die Waldwege selbst haben sich i.d.R. seither kaum verändert.
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Beitragvon Nordischerkreis » Fr 15. Dez 2017, 00:40

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Beitragvon Adebar » Fr 15. Dez 2017, 01:28

Hallo,

Nordischerkreis hat geschrieben:In Polen geht es wohl rund, die letzte Zeit.

http://www.tvp.info/35210636/15-tys-zab ... z-zarzutem

http://www.tvp.info/34989265/znalazl-st ... e-siedziec


ja, den Beitrag von „Eisenknicker“ im Forum gleichen Namens mit anderer Endung habe ich heute auch gelesen. Deckt sich mit den Aussagen der Sondler in Ciney.
Hatte die Links auch an meinen Bekannten gleich weitergeleitet. Viel Risiko für meist magere Ausbeute...

Grüße,
Dierk
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Beitragvon andymann » Fr 15. Dez 2017, 17:45

Hallo Dierk,

Deine Ausführungen bestätigen, was man mir offiziell per Mail für eine allgemeine Infoanfrage geschickt hat. Ohne eine Genehmigung geht gar nichts. Und ob man die als Deutscher bekommt, da habe ich erhebliche Zweifel. Zumal ich ein Nachfahre von aus dem ehemaligen Niederschlesien vertriebenen Deutschen bin - und ich möchte auch nur in "unserem" ehemaligen Dorf suchen. Es geht bei meinem Interesse ausschliesslich um ideelle Fundstücke. Meine Vorfahren waren "arme Schlucker", die haben nichts Wertvolles im Garten verbuddelt. Auch ich habe in den umliegenden Wäldern bei meinen Besuchen i.d. letzten Jahren eigentlich niemanden gesehen. Aber da, wo es um Holzeinschlag geht (und das kommt häufig vor), da waren immer wieder Forstbedienstete sichtbar. Mal mehr, mal weniger. Auch Offizielle mit Behördenkennzeichnung an den Off-Roadern.

Ich habe an "meinem" Ort einen sehr guten persönlichen Kontakt, der alles und jeden kennt. Ich werde da im nächsten Jahr vor Ort mit ihm sprechen, ob da irgendwas möglich ist. Aber insgesamt schätze ich das sondeln dort für sehr risikoreich und sehr problematisch ein und würde im Zweifel lieber darauf verzichten wollen.
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Beitragvon Adebar » Fr 15. Dez 2017, 20:00

Hallo Andymann,

ja, Schlesien war auch „unsere“ Ecke, allerdings Oberschlesien. Der Großvater meines besten Suchkameraden ist dort im Frühjahr `45 gefallen, die genaue Stelle war uns bekannt. Daher gab es auch hier ideelle Gründe.

Mit zwei Förstern hatten wir damals guten Kontakt, von ihrer Seite aus waren keine Probleme zu erwarten. Allerdings hatte uns einer der Förster eindringlich vor dieser Waldpolizei gewarnt, auf die er selbst keinen Einfluß hatte. Seine Erlaubnis bekamen wir, weil wir ihm unserer Meßtischblatt dagelassen haben (Kartenstand war 1937). Er selbst hatte keine Karte von seinem Wald, muß man sich mal vorstellen. Wie er in dem riesigen, zusammenhängenden Waldgebiet zuvor seine Arbeiter eingewiesen hat, ist mir heute noch ein Rätsel.

Grüße,
Dierk
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