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Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: Sa 13. Okt 2018, 23:07
von Sinuhe20
Da hat SirKeppa auch nicht ganz unrecht. Allerdings machen Anfänger den Fehler, entweder das Feld zu früh zu wechseln oder zu lange auf einem fundleeren Feld zu bleiben. Erfahrene Sondler wissen, dass man etwas Zeit braucht, um einen Acker richtig zu erkunden und die guten Funde nicht gleich auf der ersten Bahn kommen. Und selbst auf angeblich "fundleeren" Feldern schaffen sie es noch, zwei oder drei gute Sachen rauszuholen. Natürlich haben die auch ihre Nullrunden, aber die werden in den Foren so gut wie es geht verschwiegen.

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 14. Okt 2018, 09:59
von SirKeppa
Es gibt natürlich wie in jedem Sport, Hobby oder Beruf auch die Erfahrungswerte.
Die haben aber keinen direkten Einfluss auf die Funddichte oder Fundchancen.
Das Einzige was man tun kann ist die Zeit zu begrenzen in der man höchstwahrscheinlich fundleer ausgeht.
Ich konnte am Anfang auch keine Äcker einschätzen (wie auch?) und mittlerweile erkenne ich an der Eisendichte und dem Scherbenspiegel relativ schnell ob dort was liegen KÖNNTE - unabhängig von der Vermüllung.
Das ist aber noch lange kein Garant und es bleibt eben doch Glückssache.
Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich nie mit dem sondeln begonnen hätte, wenn ich nicht in einer Gegend wohnen würde wo Kelten und Römer sehr aktiv waren.
Ich brauche wenigstens diese Tatsache als Motivation, auch wenn man mal Monate nichts findet.
Dagegen finde ich es wieder krass welche Funddichte zB im niederbayerischen Raum existiert, wo man auf Feldbegehungen schon mal die Relikte aus dem Ackerboden blitzen sieht. Für mich völlig unvorstellbar und begehrenswert.

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 14. Okt 2018, 21:18
von Sinuhe20
Aber schon die Fähigkeit zu erkennen, ob etwas wo liegen könnte, erhöht deine Erfolgschancen. Ich weiß noch früher, am Anfang hatte ich Null Ahnung wo ich suchen soll, dementsprechend viel probierte ich aus. Zwar hatte ich damals auch den ein oder anderen Zufallsfund, trotzdem sind die Funde mit der Zeit spürbar besser geworden, auch weil ich mehr Zeit in Recherche gesteckt habe, deshalb schließe ich puren Zufall einfach aus. Es sind mittlerweile eine ganze Menge Faktoren geworden, die bei der Ackerwahl eine Rolle spielen (wie Latricia schon geschrieben hat, bei mir spielt z.B. auch die Bodenqualität und das Liegenschaftskataster eine Rolle) und es wird immer seltener, dass diese in einer Enttäuschung endet (auch wenn die Funderwartung immer weiter steigt). Kelten und Römer habe ich bei mir leider nicht, aber ich denke auch da könnte man anhand von Luftbildern, der Topographie oder bekannten Bodendenkmälern gute Suchgebiete ableiten.

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: Sa 20. Okt 2018, 20:52
von Sondler-Kreuzau
Kann Deinen Eindruck nur bestätigen...sieht man sich bei YouTube die Viedeos über die ach so vielen tollen Funde an, muss ich nun nach 2 Jahren sagen, dass viele davon nur Fakes sind. Mit der Realität sehr wenig zu tun.

Mein persönlicher Aufwand zu Nutzen nach 2 Jahren fast 0.

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: Sa 20. Okt 2018, 22:54
von Hans_Marder
Nun ja wir muessen mit der Tatsache leben das in den meisten Gebieten schon seit 30 Jahren gesondelt wird, zumindest in Regionen die an Ballungsgebieten liegen. Waere interessant mal eine Karte zu erstellen wo es fundleer ist und wo noch weisse Flecken sind - die dann allerdings auch recht schnell leer waeren.
Ich glaube im Osten Deutschlands duerfte die Funddichte noch wesentlich hoeher sein..
Wir muessen uns hier halt mit den Resten begnuegen. 5 - 10 Jahre und dann ist fertig, sofern nicht die Technologie tiefer als jetzt geht. Also Hobby auf Dauer ;-)

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 21. Okt 2018, 05:51
von Latricia
Unsere Funde von gestern (6 Stunden zu zweit, wir haben jetzt etwa 1/6 des Feldes, welches über den Winter nicht bepflanzt wird). :cool

Bei uns gibt's von anderen Sondlern oder Spaziergängen auch manchmal die Aussagen: ach da waren vor 6 Jahren schon welche oder wir sind da im Frühjahr schon drüber, da findet ihr nix

Stimmt nur bedingt: wir finden fast in jedem Feld was!

Gestern fing es auch mit ca 30 mal Alu Schrott an, aber dann bei der Hälfte des Feldes kam die 1/4 Silbermünze (müsste um 1600 rum sein). Denk viele hätten lange vorher schon aufgehört. Komischer Weise lagen die Funde nicht mal in der Nähe des alten Weges, den wir eigentlich gewählt hatten, aber egal .. Hauptsache draußen und wieder was gefunden, was wir bisher noch nicht gefunden haben

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 21. Okt 2018, 10:59
von Hans_Marder
Wieder schoen gefunden, in Bayern ist die Welt noch in Ordnung ;-) :winken: ich koennte mir vorstellen das im Osten Deutschlands die Funddichte auch noch hoeher ist da dort noch nicht so lange gesondelt wird.

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 21. Okt 2018, 13:08
von Zulu
Hans_Marder hat geschrieben:Wieder schoen gefunden, in Bayern ist die Welt noch in Ordnung ;-) :winken: ich koennte mir vorstellen das im Osten Deutschlands die Funddichte auch noch hoeher ist da dort noch nicht so lange gesondelt wird.

Die Schrottdichte auch :winken:

Bitte mal die Silbermünze sauber machen, das kann man ja gar nicht mit ansehen :lol:

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 21. Okt 2018, 16:07
von Huber
Also ich geh maximal 4 Stunden sondeln.Dann bin ich platt. Ich wohne in einer Gegend im Osten Deutschlands wo wohl auf vielen Feldern noch nie jemand gesucht hat.
Als ich vor 5-6 Jahren angefangen habe bin ich einfach an das unmittelbare Feld( ca 200 mal 100m) am Ortsrand gegangen. Auf dieses Feld kann ich heute noch gehen und finden. Auf diesem kleinen Feld hab ich ohne zu übertreiben locker 5-600 Münzen gefunden. Davon im ersten Jahr keine einzige Silbermünze. Der Bauer hat gepflügt und im 2. Jahr waren es 17 oder 18. Von der Silbernen Taschenuhr bis zu mehreren Orden von der Kaiserzeit bis WW2 war und ist dort alles zu finden. Und jetzt kommt der Witz an der ganzen Geschichte. Über dem Feldweg grenzt gleich ein anderes Feld an. Dort kannst du dir die Füsse in den Bauch latschen und findest nichts.

Dann gibt es bei uns Felder, da denkst du da geht was. Nichts auf weiter Flur. Ich forsche auch nicht mehr nach. Das bringt in der Regel nur überhöhte Erwartungen. Ich teste ein Feld und wenn es läuft komm ich öfter.

Re: Erwartung und Realität

BeitragVerfasst: So 21. Okt 2018, 17:20
von Hans_Marder
:thumbup