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Armbrustbolzen ?

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Beitragvon Dr. Strangelove » Mo 16. Jan 2012, 18:46

Liebe Forenbesucher,

waren mal wieder in der nähe eines aufgelassenen Burgstalles im schönen Frankenland unterwegs. Hierbei haben wir einen, für uns noch rätselhaften Fund machen können. Unsere erste Mutmaßung hierzu war entweder ein Armbrustbolzen oder ein "Eisenspike" zur Abwehr..... was ist eure Meinung hierzu? Fundtiefe war ca. 10-15cm , Material ist offensichtlich Eisen, Länge 7,4cm - Breite 0,8cm. Beifunde welche eine Identifizierung erleichtert hätten, konnten wir an dieser Stelle leider keine machen......

Freue mich auf eure Antworten, und jederzeit gut Fund.....

Gruß Andy
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Armbrustbolzen.JPG
Armbrustbolzen ???
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Beitragvon Ebinger1 » Mo 16. Jan 2012, 22:15

Hallo,

die Form und der Aufbau des Fundes lassen eher nicht auf einen mittelalterlichen Armbrustbolzen schließen.

Die Herstellung eines Gewindes war zwar schon den Römern möglich, aber die sehr gleichmäßige Steigung des Gewindes und der recht gute Erhaltungszustand, lassen eher auf eine spätere Epoche schließen.
Im Übrigen erhöht die Einbringung des Schaftes in den Bolzen die Stabilität enorm. Ein im Schaft verankerter Bolzen und das setzt das von Dir vorgestellte Teil voraus, würde beim Aufprall auf das Ziel zu viel Kraft absorbieren.

Ich würde auf ein Dekoelement aus der Gründerzeit tippen.
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Beitragvon MarleneGeselle » Di 17. Jan 2012, 13:04

Guten Morgen,

der Fund lag ca. eine handbreit tief in der Erde. Da würde ich keine lange Liegezeit annehmen. Das Gewinde wirkt auf mich sehr sauber, die Spitze ziemlich gedrungen. Könnte es sich dabei um die Spitze einer Pike handeln?

Wie schaut es denn mit der Ortsgeschichte aus?

Liebe Grüße
Marlene
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Beitragvon Ebinger1 » Di 17. Jan 2012, 14:35

@ Dr. Strangelove:

stell doch bitte mal eine bessere Abbildung des Endes mit dem Gewinde ein...
Ich denke das hilft bei der Bestimmung.
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Beitragvon Niklot » So 22. Jan 2012, 10:26

Die Machart schließt einen Armbrustbolzen aus, sowas hab ich so zumindest noch nicht gesehen mit einem Gewinde hinten dran.
Für einen "Spike" dürfte es recht kurz sein und die waren auch flacher ausgeschmiedet und hatten entweder eine Tülle, oder ein sich verjüngendes Ende, das mittels Bolzen/Nieten im "Stiel" befestigt wurden.

Gruß Niklot
Mal verliert man, mal gewinnen die anderen :-)
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Beitragvon Helmtiger » Di 20. Mär 2012, 12:18

Hallo,

ich glaub ich hab rausgefunden wo das hingehört...
Schaut euch mal die Bilder an. Eine sehr alte Egge.

http://www.quoka.de/antiquitaeten/sonst ... 31793.html
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Beitragvon Ebinger1 » Di 20. Mär 2012, 12:50

Hallo,

die auf dem Bild vorgestellte Egge hat aber:

1.) wesentlich längere Zähne
2.) sind diese nicht mit Gewinde, sondern oben ausgeschmiedet und gelocht

3.) das oben eingestellte Teil hat eine wesentlich kleinere Gesamtlänge
dann würden die Zähne ja nur ein paar cm in den Boden Greifen und bei der Stärke von unter 10 mm würden sie sich bei jedem größeren Stein verbiegen.
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Beitragvon Helmtiger » Di 20. Mär 2012, 15:08

Ohhh, das mit der Länge hab ich völlig überlesen... :o
Ich dachte das Teil ist länger...
Na dann mal weiter suchen.

Gruß
Helmtiger :thumbup
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Beitragvon Ebinger1 » Di 20. Mär 2012, 15:58

Von der Form und der Länge her künnte es sich um einen sogenannten Porzellanisolator handeln.
Auf dem Metallteil saß eine Porzellankappe über die dann Drähte geführt wurden...

Einfach mal googlen.

Das Modell hier wurde wohl in Holz, also Bohlen, Masten oder Pfosten geschraubt.
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