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Hochheim roemische Uebungs?lager

Fundstellenrecherche, Luftbildauswertung etc.

Beitragvon Hans_Marder » Mo 27. Nov 2017, 20:55

Hallo an alle. Beim naeheren Betrachten der Luftbilder der roemischen Uebungs? Lager in Hochheim ist mir was merkwuerdiges aufgefallen. Teilweise neben, teilweise den Lageraussenwall durchschneidend findet man parallel zueinander verlaufende Linien. Da der Bewuchs innerhalb dieser Linien hoeher und dichter scheint als der Bewuchs ringsum muessten das mal Graeben gewesen sein. Hat irgendwer eine Idee was das sein koennte? Was fuer einem Zweck koennten diese Graeben gedient haben? In den Faellen wo die Aussenmauer geschnitten wird was war zuerst da, die parallelen Linien oder der Aussenwall des Lagers

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Hans_Marder Offline


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Beitragvon Steffen » Di 28. Nov 2017, 00:48

Ich find die Seite nicht mehr da gab es für Hessen auch eine Map da konnte man die Schummerung auch raus machen wie im Bayern Denkmal Atlas.
Aber ich glaube in der Nähe der Autobahn was von Römern gelesen zu haben. Bi ja oft in deiner Gegend. Wir sollten echt mal zusammen los.

2.3 Fundstellen im Rheingau-Taunus-Kreis (Hessen) . ..... Auffällig ist im Main-Taunus-Kreis eine Fundkonzentration um die zu Hochheim gehörende Ortschaft
PDF Datei für dich. :D
edit. Ich schick Link lieber per PN. Nicht das da Massen Auflauf an Sondler ist. Daran musste immer denken auch bei Bilder posten.
Gibt Sonder die gönnen dir nicht mal Dreck unter den Nägeln. :|
Nicht jeder, der sondelt ist ein Raubgräber, es gibt auch andere Gründe.
Solche pauschalen Verdächtigungn sind überflüssig und einem Rechtstaat nicht würdig.
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Beitragvon Hans_Marder » Di 28. Nov 2017, 01:51

Alles was bei vici angegeben ist ist eh schon uebersondelt ;-) von daher - egal
Wichtig ist mir der Sinn der Graeben da es die auch woanders gibt..
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Beitragvon Hans_Marder » Mi 29. Nov 2017, 22:54

Ich las heute einen Artikel ueber die Roemische Artillerie dabei viel es mir wie Schuppen von den Haaren, als ich auf einem dieser Felder nach Oberflaechenfunden suchte fiel mir ein runder Stein auf. Kreirund, erst dachte ich Bachkiesel oder so..
das kann auch durchaus ein Steingeschoss der roemischen Artillerie gewesen sein :-O. Die Linien sind, soweit erkennbar an 3 Seiten geschlossen, vielleicht waren das Graebern um die Katapulte herum als Abgrenzung oder so. Die offene Seite als Abschussoeffnung, dann muesste man irgendwo in xx m (wie weit schossen die?) eventuell weitere Steinkugeln finden...
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Beitragvon Hans_Marder » Di 5. Dez 2017, 12:27

Die parallelen Linien die den Aussenwall anschneiden = Abwasserkanaele. Im englischen gibt es komischerweise darueber bessere Artikel als im deutschen..
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Beitragvon Hans_Marder » Mi 6. Dez 2017, 00:08

Hier die wissenschaftliche Abhandlung ueber roemische Marschlager. Interessant was da an Faekalien anfaellt wenn man mal hoch rechnet.. :roll:

http://www.bandaarcgeophysics.co.uk/arc ... ps_uk.html

Fuer mich momentan gerade interessant wieviel wohl gesch...en wurde in so einem Kamp, Wasser wurde ja auch benoetigt ums wegzuspuelen etc..

Ganz schoen viel was da zusammen kommt ;-)

It is worthwhile examining the effluent problem in some detail. A study of civilians in the 1960s produced the first recorded figures on the quantity of human effluent. Unfortunately, the author is not aware of a similar study for active soldiers who require considerably more energy and hydration, with concomitant effluent output, than the average civilian. Nevertheless, we can use the civilian figures to gauge the effluent problem relating to a large marching camp, but also remembering that the figures are considerably underestimated. Hence the study showed that civilian men produce an average of 0.498 kg of solids per day.

Using these figures and applying them to the Newsteads V marching camp (approx. 60k humans at a density of 690/hectare) gives a figure of 37.87 metric tonnes of solids each day which is 265 tonnes a week. As a means of putting these numbers in perspective, this is the weight of 18 London double-decker buses. By volume the solids occupy 37.97 cubic metres each day (Figure 14) and 265 a week.

To-date none of the pits etc. located within the ramparts excavated in Britain has shown evidence of latrine use. However this does not mean that they did not exist as the remains may have been destroyed over time. Nevertheless the size of the management issue suggests that the latrines were probably located outside the camp but close enough to be readily guarded during the day by patrolling foot and cavalry. Of course, there would have been a need for some latrines within the camp to accommodate any night-time needs.

The amount of continuous effort needed to dig and maintain the large number of latrines, the local proximity by choice of numerous rivers and streams, and the known expertise with which the Romans elsewhere managed effluent by water flow, suggests the possibility that the rivers and streams near camps may have been similarly utilised. Might the camp occupants have simply dug a trench sub-parallel to a river or stream then connected it at either end to allow water to flow through? Simple, effective and well within the engineering capacity and capability of the Romans. And of course, choosing a single river for waste disposal, while using others for water extraction and drinking, literally carries away the possibility of noisome fouling of the camp and grounds, and diminishes the possibility of disease transmission.

It should be made quite clear that there is no evidence, written or otherwise, to confirm this hypothesis but, given the Roman predilection for soldierly-cleanliness and their keenness for engineered solutions, it seems to this author to have merit.
Hans_Marder Offline


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